Frauenquote: Die Quote ist das Ziel. Entwicklung ist der Weg.

Von Peggy Schwitalla, Systemischer Management Coach, Glinde bei Hamburg

Neue Zahlen der Organisation "Frauen in die Aufsichtsräte" (Fidar) zeigen: Der Frauenanteil in deutschen Vorständen ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken, von 19,9 auf 19,1 Prozent. In den Aufsichtsgremien stagniert er bei 37 Prozent. Von einer paritätischen Besetzung sind die meisten der 183 betrachteten Unternehmen laut Fidar noch weit entfernt.

Das Statistische Bundesamt ergänzt mit einem klaren Befund: In Deutschland sind nur 29,1 Prozent aller Führungspositionen mit Frauen besetzt. Der EU-Durchschnitt liegt bei 35,2 Prozent. Deutschland hinkt hinterher.

Die Frauenquote ist gut und richtig. Sie setzt ein notwendiges Zeichen und schafft Verbindlichkeit. Aber sie allein verändert keine Führungskultur.

Die Quote als Ziel, Entwicklung als Weg

Der entscheidende Unterschied liegt im Ansatz. Nicht eine Frau suchen die eine Quote erfüllt, sondern Frauen so entwickeln und fördern, dass sie mit echter Stärke in Führungspositionen gehen. Das ist der Weg der wirklich funktioniert und der die Quote als das macht was sie sein soll: ein erreichbares Ziel, kein Zufallsprodukt.

Unternehmen die das verstehen, investieren in die Entwicklung ihrer Führungsfrauen. Sie schaffen Strukturen, Mentoring und Coaching. Nicht als nettes Zusatzangebot, sondern als strategische Entscheidung.

Coaching als strategisches Instrument

Hier liegt aus meiner Sicht der eigentliche Hebel. Die Quote und die gezielte Entwicklung von Führungspersönlichkeiten gehören zusammen. Das eine ohne das andere greift zu kurz.

Coaching wird in Deutschland noch immer zu oft mit Defiziten verbunden. Das ist ein Irrtum. Die erfolgreichsten Führungskräfte, ob Mann oder Frau, nutzen Coaching als strategisches Instrument. Nicht weil sie scheitern. Sondern weil sie ihre Wirksamkeit gezielt steigern wollen.

Eine Führungskraft die weiß wer sie ist, was ihr wichtig ist und wie sie aus ihren eigenen Werten heraus entscheidet, führt anders. Klarer. Authentischer. Wirksamer.

Was wirklich zählt

Ich arbeite mit Führungskräften die nicht nur einen Platz am Tisch haben wollen. Sie wollen diesen Platz mit Haltung ausfüllen. Unverkrampft, klar und zielgerichtet.

Die Frauenquote ist ein wichtiger Schritt. Aber echte Veränderung entsteht wenn Frauen in Führung die Unterstützung bekommen, die sie stark macht. Die Quote schafft den Platz. Entwicklung und Coaching sorgen dafür, dass Frauen ihn mit Stärke ausfüllen.

Quellen: Frauen in die Aufsichtsräte e.V. (Fidar), Women-on-Board-Index, Stand Mai 2026. Statistisches Bundesamt auf Basis von Eurostat-Daten, Frauenanteil in Führungspositionen Deutschland 2024.

Peggy Schwitalla ist systemischer Management Coach mit Sitz in Glinde bei Hamburg. Sie begleitet Führungskräfte mit Schwerpunkt Frauen in Führung in der Entwicklung ihrer Führungspersönlichkeit.

Erstes Gespräch kostenlos: info@peggy-schwitalla-coaching.com www.peggy-schwitalla-coaching.com

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